www.dichtung-digital.com/2001/07/4-Auer-Doehl

Stuttgarter Gruppe und Netzprojekte
Interview mit Reinhard Döhl und Johannes Auer 

Prof. Dr. Reinhard Döhl lebt als Literatur- und Medienwissenschaftler und Künstler in Botnang. Er wird der Stuttgarter Gruppe zugerechnet und ist sicher jedem bekannt durch sein ‘Apfelgedicht’ als Beispiel der konkreten Poesie. Döhl veröffentlichte vor allem zur Literatur und Kunst des 20. Jahrhunderts und zur Mediengeschichte (Rundfunk) und jüngst auch zur Netzliteratur, daneben literarische Veröffentlichungen und Ausstellungen. Seit 1996 arbeitet er an Netzprojekten zusammen mit Johannes Auer (u.a. H.H.H. – Hommage à Helmut Heißenbüttel, Poemchess und Pietistentango) und Martina Kieninger (TanGo-Projekt). Eigene Projekte: das buch gertrud, der tod eines fauns, beides 1996; vorhang für ernst jandl. ein feature, 2000.

Johannes Auer lebt und arbeitet als Künstler in Stuttgart. Als Frieder Rusmann war er Mitglied der Stuttgarter Künstlergruppe Das deutsche Handwerk. Verschiedene Off- und Online Projekte, u.a. Fabrikverkauf [art-wear / walking exhibition] (Internet-Ausstellung, 1999), Für den natürlichen Tod des Kunstwerks (2001); mit Reinhard Döhl Als Stuttgart Schule machte, mit Martina Kieninger TanGo (dort Kill the Poem und worm applepie for doehl). Außerdem Das Pferd am Handy (2000) sowie Texte zur Netzliteratur (u.a. Der Leser als DJ oder was Internetliteratur mit HipHop verbindet).  

Im update Verlag Zürich erschien 2000 von Reinhard Döhl und Johannes Auer die CD-Rom "Kill the Poem". Roberto Simanowski sprach mit beiden über ihre Projekte vor und in dem Netz, über den "binären Idealismus" der Textsourcefetischisten, über Zufallsdichtung, optische Überinstrumentierung, Begriffsroulett, kooperative Autorschaft, den Anteil des Programmierers am Ruhm des Ideengebers und die Ängste das Publikums vor den Experimenten der Künstler.

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