Im
Klappentetxt angekündigt als «die erste
systematische und rigorose Theorie der Neuen
Medien», in Auszügen innnerhalb der
Entstehungszeit in den letzten sieben Jahren in
etlichen Mailinglist-Postings
vorveröffentlicht und diskutiert, auf
Kongressen vorgetragen, in Artikeln, Katalogen und
Sammelbänden abgedruckt, liegt es seit Ende
letzten Jahres zwischen zwei Buchdeckel gepresst
vor, begeistert aufgenommen von den Organen der
Netzkultur und den Netzbewohnern: amerikanische
Rezensenten scheuen sich nicht, vom
«dialektischen Materialismus der
immaterialistischen Generation» zu
schwärmen und es als ein
praktisch-theoretisches Handbuch zu empfehlen
vergleichbhar mit der Mao Bibel
. Im
deutschsprachigen Raum läuft die Rezeption
etwas verspätet an, hier wittert man gleich
ein eßbares Gesamtdatenwerk:
«
eine erste Gesamttheorie der digitalen Medien, in
die man an vielen Stellen seine Zähne senken
kann, um saftige Brocken zu extrahieren und sich
und der eigenen Theoriebildung einzuverleiben.
Dieses Buch ist ein toller Steinbruch, aus dem sich
alle, die sich mit der Ästhetik der digitalen
Medien beschäftigen, Bausteine und gute Ideen
für weiterführende Gedankengänge
holen können
»
[1]
(Tilman Baumgärtel in telepolis)
Warum lohnt es
sich, Lev Manovichs Buch 'The Language of New
Media' in der gedruckten Buchversion zu lesen?
Überhaupt zu lesen? Ein Buch über die
Sprache neuer Medien?
[vgl.
Besprechung
von Inke Arns in 4/2002]