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Interaktive Kinder- und Jugendmedien
  Judith Mathez
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2. Forschungsfelder


Im Zentrum stehen die folgenden drei Forschungsfelder:

Erstens werden theoretisch-konzeptuelle Fragestellungen unter dem Gesichtspunkt der Interaktivität verfolgt. Dabei gilt es, neben den interaktiven Möglichkeiten digitaler Medien auch diejenigen kinderliterarischen Traditionen zu berücksichtigen, die in besonderer Weise Kinder als Miterzählende einbeziehen, wie beispielsweise Bilderbücher im Erzählprozess und «Mitmachgeschichten».

Zweitens werden die Adressatensegmente untersucht: In beiden Bereichen, Kinder- und Jugendliteratur und digitalen Medien, ist neben den untersuchten Textsorten und intermedialen Artefakten das Zielpublikum von zentralem Interesse für die Forschung. Und auch hier werden bisherige Abgrenzungen von Rezeptionsgruppen und -kategorien befragungsbedürftig. Die Untersuchung der Rezeption oder Wirkung von traditionellen und digitalen Medien und des Lese- bzw. Medienverhaltens von Kindern und Jugendlichen ist daher sowohl theoretisch wie empirisch neu zu begründen (letzteres in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen).

Drittens schliesslich werden kulturtopographische Komponenten und Interkulturalität in digitalen Medien thematisiert: Die neuen Medien zeichnen sich – weit stärker als bereits die traditionelle Kinder- und Jugendliteratur – durch globale Verbreitung aus. Sie werden künstlerisch über universale Codes umgesetzt, die nicht mehr kultural vermittelt sind.

Diese Forschungsfelder werden zunächst mit zwei Dissertationen angegangen, von Judith Mathez und
Mela Kocher.



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