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Frieder Rusmann: Fabrikverkauf

Johannes Auer

Fabrikverkauf nimmt die Affirmation von "community" und "e-commerce" subversiv zum Anlaß einer vom Nutzer selbst zu gestaltenden Kunstperformance, der [walking exhibition]. Es versteht sich von selbst, daß die Teilnahmeberechtigung dazu durch die online Order eines T-Shirts teuer erkauft werden muß. Ein Trageobjekt, das Rusmann, nach Hard- und Software, als [art wear] bezeichnet. Komplexer ausgedrueckt: die [walking exhibition] übersetzt die virtuellen Strukturen des e-commerce zurück in den Alltagsvollzug. Die Topographie eines virtuellen Geschäftsganges wird sichtbar gemacht und gleichzeitig der Kunstkauf aus seiner rein kommerziellen Funktion befreit.


Jg. 1962 / lebt und arbeitet in Stuttgart / als Frieder Rusmann auch Kopf der Stuttgarter Künstlergruppe DAS DEUTSCHE HANDWERK bis zu seinem Ende / seit 1996 [kollaborative] literarische und künstlerische Netzprojekte z.T. mit Reinhard Döhl und Martina Kieninger / Texte zur Netzliteratur / www.fabik-ver-kauf.de

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