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Forum Ästhetik Digitaler Literatur

Innovation oder Trivialität?

Zur hypermedialen ‚Übersetzung‘ der Moderne am Beispiel des Elektronischen Lexikon-Romans

Friedrich W. Block 

Mein Beitrag beschäftigt sich kritisch mit zwei hartnäckigen Gerüchten: 1. mit digitaler Dichtung geschehe etwas radikal Neues (wie etwa Eduardo Kac auch meint), 2. das Elektronische sei sozusagen das bessere Medium für die in der Moderne entwickelten poetischen Schreibweisen bzw. die eigentliche Einlösung ihrer Poetik (wie seit Bolter geglaubt wird). Insofern ist die Frage gestellt nicht nur nach der Spezifik, sondern auch nach dem ästhetischen Gewinn einer um hypermediale Formen erweiterten Dichtkunst. Diskutiert wird dies anhand der 1998 erschienen CD-Rom „Elektronischer Lexikon-Roman“, die die Vorlage von Andreas Okopenko (1970) hypermedial um- bzw. über-setzt.


Dr. phil. / geb. 1960 / Studium der Germanistik, Kunst und Visuelle Kommunikation in Kassel / Kurator der Literaturstiftung Brückner-Kühner in Kassel / Leiter des Kasseler Komik-Kolloquiums und des Medienpoesieprojekts ›p0es1s‹ / seit 1986 Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen im In- und Ausland / Veröffentlichungen u.a. zur Visuellen und Experimentellen Poesie, zu Großstadtdichtung und Medientheorie

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