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Symposium InterSzene: Konzept

Hör- und Schauspiele aus dem Netz

Das Netz hat seine eigenen Dialogformen: In Chatrooms und so genannten Multi User Dimensions (MUDs) wird zwar schriftlich kommuniziert, konzeptionell sind sie jedoch eher der Mündlichkeit verpflichtet. Ihre kommunikative Nähe entsteht vor allem durch den engen Zeitabstand der einzelnen Äußerungen, durch ihre Flüchtigkeit und spontane Antwortmöglichkeiten. Doch nicht nur dort, in Chats und MUDs, können schriftlich und mündlich im Netz nicht mehr eindeutig unterschieden werden. Auch Hypertexte lassen sich womöglich als Gespräch auffassen und akustisch umsetzen. 

Im Symposium InterSzene soll deshalb die Frage gestellt werden, ob sich künstlerisch-sprachliche Werke im Netz nicht besser aus dem Blickwinkel mündlicher Darstellungsweisen wie Hörspiel und Theater betrachten lassen als vom Standpunkt der Buchliteratur aus. Im Zentrum des Treffens stehen medienkollaborative Projekte: Arbeiten, die Unterschiede, Übergänge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Medien zeigen.


Fragenkatalog
  • Wie können traditionelle Medien wie Radio und Theater das Internet nutzen?
  • Wie verändert das Internet die Hörästhetik?  
  • Welche Inszenierungsformen des Schriflichen und Mündlichen gibt es?  
  • Eignet sich das Internet als interaktives Dramenlabor?  
  • Welche Konzepte medienübergreifender Projekte sind sinnvoll?  
  • Werden Hypertexte durch ihre Interaktivität zu Aufführungen? 

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