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Newsletter JULI '00
5/2000 (2.Jg. / Nr. 12 ) - ISSN 1617-6901

Inhalt Newsletter:
InterSzene - Symposium zu Theatralität und Oralität im Netz: SMServices / Internet und Inszenierung / Scroll-Back A / Das Internet baut die Künste um / Das Larissa-Projekt / Scroll-Back B / Super-Scroll-Back A / Super-Scroll-Back B // Hyperfiktion und interaktive Narration // Hypertext 2000: Reading Room Trip Report // "Dominoa" // Forum "Künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten von Hyperfiction und Hypermedia"

InterSzene - Symposium zu Theatralität und Oralität im Netz
eine Veranstaltung des MIGROS-Kulturprozents
(Deutsch)

Autoren, Projektemacher und Wissenschaftler aus der Schweiz, Österreich und Deutschland stellen Projekte mit, im und aus dem Internet vor und diskutieren Fragen der Autorschaft, der Inszenierung, der Interaktion und des Medienwechsels. Dichtung-digital veröffentlicht in den Juli- und Septemberausgaben des Newsletters die Beiträge und gibt Diskussionsforen Raum, die aus dem Symposium entstanden sind.

Konzept, Programm, Teilnehmer und Foren des Symposiums

Gisela Müller: SMServices
"SMServices - Text on Demand" - Inter- und Transaktionen der //theatermaschine. Der Vortrag stellt Bezüge zwischen konkreten Projekten der //theatermaschine und dem Thema "Hör- und Schauspiele im Netz" her und zeigt Strategien des künstlerisch / theatralen Umgangs mit digitalen Medien, insbesondere dem Internet auf.
http://www.dichtung-digital.de/Interscene/Mueller

Mike Sandbothe: Internet und Inszenierung
http://www.dichtung-digital.de/Interscene/Sandbote

Beat Suter: Scroll-Back
Beat Suter scrollt zunächst zurück bis zum Kolloquium "Würfelwort Komma Dampf" zwei Wochen vor "InterSzene", das die Schwierigkeiten der Vermittlung von internetbasierter Literatur selbst an Interessierte deutlich werden ließ. Der kritischen und prinzipiellen Sichtung der Lektüre- und Präsentationslogik einerseits traditioneller, andererseits digitialer Literatur folgt das ausführliche Resümee des ersten Tages: mit einem kritischen Blick auf die vorgestellten Projekte, auf die Diskussion und auf die Defizite, die dabei zurückblieben.
http://www.dichtung-digital.de/Interscene/Suter

Hermann Rotermund: Das Internet baut die Künste um
Hermann Rotermund beschreibt zunächst die Charakteristika des Medienwandels und der Medienbrüche, diskutiert inwiefern das Internet unsere Wahrnehmungsweisen verändert und reflektiert, was die spezifische Sprache der Internet-Kunst sein könnte (HTML als neue Weltsprache). Im zweiten Teil seines Beitrages stellt er das 1997 begonnene Projekt einer multimedialen Cyberoper vor.

http://www.dichtung-digital.de/Interscene/Rotermund

Detlev Clas: Das Larissa-Projekt
Detlev Clas erinnert an frühe Internet-Projekte wie Larissa42, dem interaktiven Hörspielkrimi des SDR von 1995, den die Leser in Kooperation mit der SDR-Redaktion entwickelten. Clas beschreibt die neuen Kommunikations- und Interaktionsformen einer kollaborativen Scripterstellung aus dem Internet für den Hörfunk und berichtet von den Schwierigkeiten, die dabei auf die Projektlkoordinatoren zukommen können.

http://www.dichtung-digital.de/Interscene/Clas

Guido Graf: Scroll-Back
Guido Graf erinnert in seinem Kommentar, dass vieles, was heute im Netz zu finden ist, technologisch und medienhistorisch längst Tradition hat (man denke an die avantgardistischen Radiokunst-Projekte von Bertolt Brecht, Erich Kästner, Günter Eich), fragt, "wie ein Link klingt, sobald er gelingt", und gibt kritisch zu bedenken, dass die technischen Möglichkeiten des Mediums, wie Links, Multimedialität und Interaktivität nicht das Allheilmittel ästhetischer Verzweiflung seien.
http://www.dichtung-digital.de/Interscene/Graf

Roberto Simanowski: Super-Scroll-Back
Roberto Simanowski greift die Stichworte der ersten Präsentation von InterSzene auf und teilt mit, was ihm während des Symposiums dazu auffiel und für weitere Diskussionen einfiel. Die Links seines kleinen Hypertextes heißen: Webpage als Bühne, Medieneigenschaften und -wechsel, Ebenen der Autorenschaft sowie Typologie der digitalen Inszenierung.
http://www.dichtung-digital.de/Interscene/Simanowski

Uwe Wirth: Super-Scroll-Back
Uwe Wirth hinterfragt das "Neue" am Hypertext (Nichtlinearität, Interaktivität), differenziert die Rede vom "Tod des Autors" (Tod des Autors, aber nicht des Schreibers, Re-Entry des Autors als Herausgeber), beleuchtet die Psychologie des Chattens (Schlagfertigkeit als Exhibitionismus), liefert eine Typlogie der Performance und hinterlässt eine Menge Fragen z.B. nach dem Unterschied zwischen "authentischen" und "fiktiven Links", nach der Rolle der Korporalität bei Hypertexten und nach der "performative Rolle" der Initiatoren von Internet-Projekten.
http://www.dichtung-digital.de/Interscene/Wirth

Hyperfiktion und interaktive Narration (Deutsch)

In diesem Abstract seiner Dissertation verdeutlicht Beat Suter Ausgangspunkt, Aufbau und Methode seiner Untersuchung zur Entwicklung von Hyperfiktion und interaktiver Narration im deutschsprachigen Bereich.
http://www.dichtung-digital.de/2000/Suter-18-Juli

Hypertext 2000 - Reading Room Trip Report (Englisch)

Susana Pajares Tosca stellt die Hypertexte vor, die im Reading Room der Hypertext Konferenz 2000 in San Antonio/Texas gelesen wurden: Deena Larsens Dancing in Your Soul, Robert Kendalls Penetration, Marjorie Luesebrinks Califia, Jane Yellowlees Douglas' Uh, dad? und The Unknown von William Gillespie, Scott Rettberg und Dirk Stratton.
http://www.dichtung-digital.de/2000/Tosca-12-Juli

"Dominoa" - Text als Spiel als Werbung für Text? (Deutsch)

Roberto Simanowski untersucht den Preisträger des Marianne-von-Willemer-Frauen-Internet-Literatur-Wettbewerbs, der auf den ersten Blick die literarischen Texte zu einer Spielkarte erniedrigt, auf den zweiten eine raffinierte Verführung zum Lesen dieser Texte darstellt und auf den dritten einige Fragen offenlässt. (>>>Abstract)
http://www.dichtung-digital.de/2000/Simanowski/11-Juli

Forum "Künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten von Hyperfiction und Hypermedia" (Deutsch)

Das vom Internationalen Archiv für Sozialgeschichte der Literatur (IASL) und dichtung-digital durchgeführte Forum "Netzkommunikation in ihren Folgen" weist neue Beiträge auf, die im Rahmen des Münchner Fachkongresses "Schrift und Bild in Bewegung" sowie als Antwort darauf entstanden:
 


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