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Wettbewerb Literatur.digital 2001: Anmerkungen zu 9 Beiträgen [Deutsch]
9 verschiedene Ansätze Literatur im Zeichen digitaler Ästhetik zu erstellen. Mehr und weniger aufwendig, überzeugend, zukunftsweisend. Anmerkungen zu den Preisträger der Jury, den Beiträgen der eingeren Wahl und den Preisträger der Publikumsabstimmung
http://www.dichtung-digital.com/2001/11/30-Reviews



Untitled von Squid Soup [Deutsch]
Ein navigierbarer 3-D-Raum aus durchsichtigen Text-Wänden. Dazu eine Soundschleife. Einige Männer murmeln immer wieder was von generic drugs, und wenn man auf die Buchstaben klickt, erscheinen klingende Buchstaben. Ihr Ziel ist "A feeling of being somewhere". Das haben Squid S o u p unbedingt erreicht. Ein suggestives Beispiel der "Ästhetik des Sinnlichen".
http://www.dichtung-digital.com/2001/09/26-Simanowski

Redridinghood von Donna Leishman [Deutsch]
Ihr Gesicht ist voller Trotz, ihr Gang zur Großmutter ebenso: diese Person ist zweifellos nicht erst auf dem Weg zu einem Problem, sie hat schon eins. Der Wolf als Frontbild ihres Tagebuchs, der Engel, der vorüberzieht. Am Ende kehrt sich das Fressen um und könnte zur Wiedergeburt verhelfen. Rotkäppchen als feministische Flash-Animation, in einer Ästhetik harter Schnitte, die nicht frei von Kitsch bleibt. Roberto Simanowski hat den Details nachgespürt.
http://www.dichtung-digital.com/2001/08/11-Simanowski

I concrete myself in a oscillating world von Frank Richter [Deutsch]
Die Wettbewerbsfrage "Wer bin ich heute? Was werden wir morgen tun?" beantwortet Richter, indem er ein Selbstportrait der Bearbeitung durch Flash, JavaScripts und dynamische Layer aussetzt. Das erbringt interessante Effekte einer dekonstruktivistischen Fotofilosofie. Cindy Sherman würde, könnte sie programmieren, vielleicht etwas ähnliches machen. Aber sie würde wohl die Fallen der Wiederholung vermeiden und die Fotos stärker mit den Texten verbinden, meint Roberto Simanowski.
http://www.dichtung-digital.com/2001/06/25-Simanowski

These Waves of Girls von Caitlin Fisher [Deutsch]
Der Preisträger des ELO Award 2001. Die Jury entschied sich gegen die weit radikaler mit dem neuen Medium arbeitenden Mitbewerber für ein recht harmlos erzählende Werk. Wegen der multimedialen Verpackung? Wegen des strukturadäquaten Sujets des Erinnerns? Wegen des publikumswirksamen Thema der lesbischen Identität? Oder einfach wegen der vergleichwseise eingängigen Erzählweise?  Roberto Simanowski stellt Fishers Werk vor und erkundet Sinn und Wesen der Verlinkung, der Bild-Text-Bezüge sowie die Maßstäben des Designs.
http://www.dichtung-digital.de/2001/06/20-Simanowski

Web/Fiction/Design - Ein kurzer Beta-Test [Deutsch/Englisch]
Das Werk lädt zu langsam, greift auf veraltete Techniken zurück, ist nachlässig programmiert, trägt das Design eines optischen Overkills und behandelt auch sein Thema anachronistisch und an den Möglichkeiten des Mediums vorbei. Anja Raus Kritik ist technisch und thematisch wohlinformiert.
http://www.dichtung-digital.com/2001/10/31-Rau