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Paris Connection: Nicolas Clauss' provisory goodbye to painting [Englisch]
In Mechanical Brushes ruft Clauss das Ende der Malerei aus. Es ist ein ist moving still life, das an Légers Ballet mécanique und an die Technikeuphorie der Futuristen erinnert. Der Pinsel verkörpert nicht länger das angemessene Werkzeug, er dient nur noch als Symbol seiner eigenen Überflüssigkeit. Der Pinsel der digitalen Bilder ist der Code; Malerei ist, in ihrer Materialität, Text geworden.
http://www.dichtung-digital.org/2003/parisconnection/clauss-review.htm

Machine-Mannerism and narrativ patterns. Eckard Kruse's Text-O-Mat [German]
Texte aus der Maschine ist ein alter Traum. Was im Barock auf kleinliche Kombinationsspiele hinauslief und mit dem Cut-up-Verfahren schon Literaturgeschichte machte, erhält durch den Computer einen ungeheuren Schwung. Als Poesie gewinnt sowas sogar Preise. Funktionieren grammatisch richtige, semantisch sinnlose Texte auch als Prosa? Kruses Text-O-Mat beantwortet die Frage, indem er ihr ausweicht. Statt maschinell erstellter Texte finden wir gebastelte Vorlagen mit kleinen Variationen. Schemaliteratur, die aus ganz unerwarteter Richtung zur harten Nuss wird, in die auch Italo Calvino, Oscar Wilde und Novalis verwickelt sind.
http://www.dichtung-digital.org/2003/1-simanowski-c.htm

Texte, Scripts & Codes [Deutsch]
Eine Sammlung auf Xcult zeigt Arbeiten mit Texten, Sprache und Typographie seit 1996: Von den verräterischen TV-Plots mit unscharfen Bildern über die ebenso manipulative Bild-Text-Zuordnung und die bebende Beschreibung eines Erdbebens bis zum ungewollten Einsatz der Suchmaschine und einem technologiekritischen Essay, das dem Reiz technischer Effekte unterliegt. Viel Botschaft, viel Medienkritik, und am Ende doch die Frage nach dem L'art pour l'art im Zeichen des Codes.
http://www.dichtung-digital.org/2003/1-simanowski-b.htm

Esther Hunzikers Projekt-Galerie "un focus" [Deutsch]
Esther Hunzikers Projekt un focus ist eine Galerie der Experimente mit digitaler Rhetorik. Vom Schiffsbruch, bei dem sich der Zuschauer selbst im Boot befindet, über das hingehalten-entrissene Bild der Kämpfenden und der Liebenden bis zu den Mouseover-Sound-Effekten, die einen nicht in Panik versetzen sollen. Am Anfang aber steht das Palimpsest, das nicht vergisst.
http://www.dichtung-digital.com/2002/05-10-Simanowski.htm

Simon Biggs' "Great Wall of China" [Deutsch]
Die Wörter aus Kafkas unvollendeter Erzählung "Beim Bau der Chinesischen Mauer" bilden die Database, aus der Biggs Text-Maschine syntaktisch richtige und semantisch unsinnige Sätze erzeugt. Der User ist darin verwickelt, denn nur sein Input stößt die Maschine an. Aber was soll man damit? Zum Beispiel den Spuren nachgehen, die Kafka und Biggs gelegt haben: Der Bote, dessen Message nie ankommt, dessen Ausbleiben aber allgemein bekannt ist. Der Babeltum, der dem Mauerbau folgen sollte. Der unendliche Signifikationsprozess, die Lektüre als autobiographischer Akt und die Rückkehr der Gesellschaft ins Subjekt...
http://www.dichtung-digital.com/2002/04-20-Simanowski.htm

Max Payne [Deutsch]
Die spektakulären Realitätseffekte des 2001 erschienenen und in Deutschland sofort indizierten Computerspiels Max Payne werden beispielhaft mit den Effekten in Actionfilmen verglichen. Randi Gunzenhäuser begibt sich dabei auf die Suche nach den Darstellungs- und Wahrnehmungsregeln in Actionfilmen und -spielen und nach den Möglichkeiten, sie als Teil komplexer Identifikations- und Subjektivierungsprozesse zu lesen. Mittels Ästhetik des Erhabenen und Schönen bringt sie geschlechtsspezifische Machtverhältnisse zur Sprache und stellt einige Thesen zu Anordnungen von Raum, Zeit und Körpern im Action-Computerspielgenre vor.
http://www.dichtung-digital.com/2002/03-22-Gunzenhaeuser.htm