www.dichtung-digital.de/Simanowski/30-Dez-99


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5. Horror vacui

Claudia Klinger schreibt am 11.11.97 in der Mailingliste Netzliteratur über das Wesen kollaborativer Schreibprojekte: "Ich vermute, daß der Prozeß zwischen Menschen (verteilten Systemen ;-) der Kick ist und die spezifische Form der Zeit-Nutzung (remote feedback) - Also ginge es darum, gemeinsam kreativ zu sein. Das ist leider im Web nicht leicht, weil es schwer ist, einen Leitgedanken für ein gemeinsames "Schaffen" von solcher Leuchtkraft zu entfalten, daß mehrere dem auch folgen und ihre eigene Interpretation/Weiterentwicklung in einer Form beitragen, die die Anderen nicht negiert, sondern bereichert."

Grigat stellt diese Mail ganz zurecht in den Prolog zu "23:40", denn er kann auf einen zugkräftigen Leitgedanken für ein gemeinsames Schaffen verweisen. Auch Jan Ulrich Hasecke kann dies mit seinem "Generationenprojekt", und ebenso können es Sabrina Ortmann und Enno E. Peter mit ihrem kollektiven Online-Tagbuch "Tagebau", in dem jeder seine Erlebnisse oder Gefühle am aktuellen Tag veröffentlichen kann. (1) Ob in der Ordnung von Jahresringen, von Tageszeiten oder von konkreten Tagen - es wird das Sprechbedürfnis all jener bedient, die an diesem speziellen Ort, einem URL im Internet, sich zusammenfinden; und überall drängt sich Geschichte von unten herauf. Öffentliches Erinnern scheint In zu sein. Betrachten wir abschließend genauer dessen Funktion. 

Schrift ist, wie Sex, ein Mittel des Überlebens. (Gadamer, 16f.) Sie ist allerdings auch ein Mittel des Lebens, denn sie versichert den Menschen gegen die Flüchtigkeit des Tages eines tieferen Sinns seiner Existenz. Im Traditionsgut des Erinnerten wird "die 'ephemere' Verfassung des Menschen transzendiert und als Verweisungshorizont sinnhaften Handelns und Erlebens" Identität abgesteckt, so Aleida und Jan Assmann mit Bezug auf Niklas Luhmanns Soziologie des Sinns. "Diese Sinnwelt ist der Versuch, die quasi natürliche Form des In-der-Zeit-Seins […] zu durchbrechen, indem sie den 'Tag' auf Kategorien einer Bedeutsamkeit hin durchsichtig und erträglich macht, die aus der kollektiven Erfahrung großer Zeiträume gewonnen und als eine zeitenthobene, gottgeschenkte Gegenwelt zum Alltag verstanden werden. Kultur ist die gemeinschaftliche Form des Ausbruchs aus den engen Zeitgrenzen des Alltags in eine andere Zeit festlicher Besinnung. Sie verdankt sich der Fähigkeit zu symbolischer Vergegenwärtigung, zu Abstand und Überblick, kurz: dem Gedächtnis." (266)

Was hier allgemein ausgesagt wird über den Zusammenhang von Alltag und Sinn, Tag und Geschichte, das wird im "Generationenprojekt" im Hinblick auf die erlebte Zeit der gegenwärtigen Generationen praktiziert und das scheint in Guido Grigats Schreibprojekt "23:40" auf die Einheit Tag im wörtlichen Sinne angewandt. Ortmanns und Peters "Tagebau" schließlich verbindet das kollektive Beschreiben der Zeit bei Hasecke mit der zeitlichen Strukturierung nach Tagen in Solo-Unternehmen wie Claudia Klingers "Web-Diary". Die Bedeutsamkeit des Tages bzw. Jahres ist konsensuelle Grundlage in allen genannten Projekten. Die gemeinschaftliche Form des Ausbruchs aus den engen Zeitgrenzen des Alltags wird v.a. in den kollektiven Schreibprojekten plastisch durch den möglichen Rollentausch zwischen Leser und Autor. Inwiefern transzendieren nun diese Schreibprojekte im Dienst des kollektiven Gedächtnisses die ephemere Verfassung des Menschen? 

Das im Internet dem Erinnern Überlieferte unterscheidet sich von dem, wovon Aleida und Jan Assmann sprechen, zunächst durch das Alter der Überlieferung. Assmanns sprechen von der "kollektiven Erfahrung großer Zeiträume", die eine "zeitenthobene, gottgeschenkte Gegenwelt zum Alltag" darstellt. Diese kulturelle Erfahrung wird in mehr oder weniger zeremonieller Weise (Gedenk- und Feiertage) oder in institutionalisierter Form (Bibliotheken, Schullektüre) vermittelt. Das Ergebnis ist die Verortung des Individuums in einer realen oder vorgestellten Gemeinschaft.

Die Erinnerungsprojekte des Netzes dagegen sind zunächst die gesammelten Erfahrungen eines ganz bestimmten Teils der Bevölkerung, der spezifische kulturelle Verfahrensweisen besitzt, zu denen die Kommunikation via E-Mail gehört, die Hypertextstruktur und die unmittelbare Zugänglichkeit von Verweisen. Der Effekt dieser Verfahrensweisen sind erhöhte Geschwindigkeit, kleine Texteinheiten und Wiederverwertung von Texten; im Reich des Digitalen können Privattexte mit geringem Aufwand für verschiedene Adressaten, einschließlich öffentliche Schreibprojekte verändert werden. Digitalität und Online-Charakter der Kommunikation ermöglichen das Erstellen und Versenden von Texten gewissermaßen aus einer freien Minute zwischen anderen Verrichtungen heraus. Die Erinnerungsprojekte selbst fördern die 'Diät' der Texte zum Teil noch, wenn sie eine Maximallänge der Beiträge vorgeben entweder durch die zeitliche Begrenzung ("23:40") oder durch die Begrenzung der Wortzahl ("Tagebau"). (2) Das Ergebnis ist Erinnern im Rhythmus von MTV.

In Anbetracht der kurzen, aus dem Alltag produzierten und zumeist nur den Alltag spiegelnden Texte kollektiver Schreibprojekte mag man die Banalität dessen monieren, was da in das kollektive Gedächtnis im Netz eingelagert werden soll. Abgesehen davon, dass man auf diese Weise leicht jenen Beiträgen Unrecht tut, die in durchaus überzeugender Weise Momente des Alltags vermitteln, (3) verkennt man damit aber möglicherweise die Intention dieser Projekte. Vielleicht geht es überhaupt nicht ums Erinnern, vielleicht geht es von Anfang an ums Vergessen. 

Ein Phänomen der 'Kommunikationsgemeinschaften' des Netzes ist, dass sich diese Gemeinschaften unter einem bestimmten Leitgedanken bilden. Im "Generationenprojekt" und in "23:40" ist es das Notieren von Erinnerungen bzw. Erlebnissen, die erinnert werden sollen. Beim "Tagebau" ist es weniger das Erinnern als das Festhalten des Gegenwärtigen. Aber im Grunde geht es in erster Linie gar nicht ums Erinnern oder Dokumentieren, sondern ums Äußern. So spricht Grigat in seiner Wendung ans Publikum zwar zunächst von Erinnerungen, nimmt dann jedoch auch erfundene Kurzgeschichten auf und ermuntert geradezu: "Wenn Sie keine Erinnerungen haben, schaffen Sie welche!" (4) Im "Tagebau" gibt es zwar keinen Blankoschein, (5) aber die Verpflichtung auf den aktuellen Tag bleibt recht vage und ist dann bei den vielen vorfindbaren Gedichten ebenso unkenntlich wie bei den Texten über Rozzo.

Wie die Aufrufe zum Mitmachen zeigen, sind die Projektleiter, mit Ausnahme vielleicht des strengeren Hasecke, v.a. auf Texte aus. (6) Das ist ihnen nicht übel zu nehmen - obgleich es ihnen auf die Füße fallen könnte, wenn ihr Name einmal als Siegel für Konzept und Qualität des Endprodukts herhalten muss. Aber um Konzept und Qualität geht es ja im Grunde nicht, es geht nicht ums Erinnern, es geht nicht ums Dokumentieren, es geht um die Herstellung einer Gemeinschaft, es geht um Vernetzung.

Diese Vernetzung trifft auf das Bedürfnis einer Netzgemeinde, die sich nur konkret als Gemeinde erfährt: in Schreibprojekten, in Mailinglisten, in Chat- und Newsgroups, in Foren und vielleicht auch durch hinterlassene Spuren in den Gästebüchern diverser Homepages. Natürlich haben diese Gemeinschaften immer einen konkreten Leitgedanken, aber nicht nur die Chatgroups, auch ernsthafte Mailinglisten vermitteln den Eindruck, dass es v.a. darauf ankommt, beieinanderzusitzen und eines bzw. vieler Zuhörer sicher zu sein (J.C. Herz nannte die Chatgroups in einem Podiumsgespräch der "Softmoderne 97" einmal "virtual camp fires"). Dieses Bedürfnis der virtuellen Gemeinschaft (7), das sich im Modus isolierter Vernetzung vollzieht, unterscheidet sich nicht wesentlich vom herkömmlichen Bedürfnis der Menschen nach Geselligkeit, dessen tieferer Grund wiederum der Horror vacui ist. 

Das Leiden an der Endlichkeit und letzlich Leere des eigenen Daseins ist ein altes Thema. Blaise Pascal beschäftigte sich ausführlich damit und war überzeugt, "daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können".(Pascal,136/139) Denn dort lauert das Eingedenken, die Erinnerung an die eigentliche Sterblichkeit, die man Gestorbenen zu Liebe eine Minute auf sich nimmt, ansonsten aber zu vermeiden sucht. (8) Leben besteht darin, die leeren Zimmer zu fliehen und die leeren Minuten zu füllen. Das Mittel, so Pascal, ist die Zerstreuung. Deswegen habe man auch die Jagd lieber als die Beute, denn nur die Jagd, die Zeit verbraucht, bewahre vor dem leeren Zimmer. (9) Pascal sympathisiert nicht mit dem Phänomen, das er beschreibt; er setzt an die Stelle der Zerstreuung schließlich Gott. Die Leserevolution im 18. Jahrhundert und später die Einführung des Fernsehens sorgten indes für die Perfektionierung der Zerstreuung im Zimmer. Man muss nicht mehr auf die Straße gehen, Menschen aufsuchen: das ganze Glück der Menschen rührt nun daher, dass sie ruhig in einem Zimmer bleiben können.

An der Notwendigleit der Zerstreuung hat sich freilich nichts geändert. Die Ruhe der Zimmer ist gepägt von einer ungeheuren Geschäftigkeit, die immer, und an verschiedenen Fronten zugleich, darauf aus ist, den Gedanken an den Tod, die Einsamkeit, "die 'ephemere' Verfassung des Menschen", wie es Aleida und Jan Assmann ausdrückten, zu vergessen. Ein Mittel dazu sind auch die Schreibprojekte des Erinnerns. Das heisst nicht, dass die in diesen Gemeinschaften kommunizierten Inhalte keinen Wert über den Moment hinaus hätten. Diese und jene gehörte Erfahrung und Empfindung wird den Tag überleben, so wie es auch bei Gesprächen der Fall ist, die im Café stattfinden oder auf einem Klassentreffen. Dass das archivierte Material später, um auf das Eingangszitat zurückzukommen, "die 'ephemere' Verfassung des Menschen transzendiert und als Verweisungshorizont sinnhaften Handelns und Erlebens" Identität absteckt, kann nicht ausgeschlossen werden. Entscheidend für die Schreibprojekte ist dies allerdings nicht, denn sie sind, es sei wiederholt, weniger ergebnis- als prozessorientiert. Der Prozess des Schreibens ist Erinnern: der Gemeinschaft, der man damit angehört. Er ist zugleich Vergessen: der Endlichkeit und Einsamkeit des Ich. (10)

Ins Netz schreiben heisst "zum Nachweis der eigenen Existenz ein Zeichen von sich hinterlassen". (11) Da dieses Zeichen im digitalen Datenüberschuss schneller verlischt als die guten alten Markierungen in Baumrinden, wirkt der Nachweis v.a. selbstbezüglich und augenblicklich. In den Schreibprojekten, auch in jenen, die programmatisch dem Erinnern dienen wollen, wird nicht für die Zukunft geschrieben, sondern für die Gegenwart. Die 'Erinnerungsgemeinschaften' sind Zweckbündnisse, denen es in erster Linie um Zughörigkeit geht. Am deutlichsten wird dies im "Assoziations-Blaster", der gar keinen anderen Leitgedanken hat als die Assoziation von Begriffen, die im Grunde auf die 'Association der Autoren' zielt.(12) Die Frage, wer spricht, mag dabei von so geringem Wert sein, dass die Anonymität gelegentlich zum Standard wird. Die Frage, wer erinnert, ist angesichts der Überproduktion an öffentlicher Rede im Netz wahrscheinlich ohnehin erst gar nicht zu stellen. Und manche Leiter solcher Schreibprojekte sagen es frei heraus: auf das Jetzt kommt es an, ins Archiv schaut ohnehin kaum jemand. (13) Handfeste Projekte, die sich zwar des Internet bedienen, das zusammengetragene Erinnerungsmaterial dann aber lieber der Erde als dem digitalen Archiv anvertrauen, werden mehr Aussicht auf Erfolg haben, schon deswegen, weil sie deutlichere Erinnerungszeichen daran hinterlassen, dass es etwas zu erinnern gibt.(14)


(1) Dieses noch recht junge Projekt (Start war der 14. 11. 99) bietet eine erfrischende Mischung von allem: Augenblicksbeschreibungen, Gedankensplitter, selbstverfasste Gedichte, einen Geschichte über Rozzos Erlebnisse als tägliche Fortsetzung in der 3. Person, Liebeskummer, Alltagsstress und mit dem Laotischen Tagebuch selbst ein Tagebuch im Tagebuch. Im Unterschied zu den beiden besprochenen Schreibprojekten kann man hier jede Eintragung auch kommentieren, was v.a. im Falle des Liebeskummers einen praktischen, gemeinschaftsstiftenden Effekt hat. 

(2) Im "Tagebau" beträgt die maximale Zeichenzahl 1 500; Haseckes "Generationenprojekt" setzt dagegen keine Beschränkung, was denn auch längeren Texten wie Ziad Zaki Mahaynis "Der letzte Fingerzeig" über S.W. Hawking mit 27 000 Zeichen eine Chance gibt.

(3) Dazu gehören nicht nur die tiefsinnigen Alltagsbeschreibungen des Schriftstellers Ingo Schramm im "Tagebau" oder die beschriebene Gedenkminute in "23:40", auch Sabrina Ortmanns staccato eingehämmerte Nachricht über den Tag (2. 12. 23:11) fängt das zugrundeliegende Lebensgefühl recht plastisch ein. 

(4) Unter dem Link "Jetzt Sie!" steht: "Wenn auch Sie Erinnerungen an einen Zeitpunkt haben, sei es eine kleine Beobachtung, eine Erfahrung, ein Erlebnis, sei es eine erfundene Kurzgeschichte, Sei es ein Bierdeckelgedanke, sei es eine Botschaft gleich welcher Art, so schicken Sie mir diese doch […]"

(5) "Ideal wären Bezugnahmen, Gedanken, etc. auf aktuelle Geschehnisse. Möglich ist genauso "freie oder private Literatur", die aber unbedingt einen erkennbaren Bezug zu dem aktuellen Tag erkennen lässt."

(6) Dem Wunsch nach Beteiligung des Publikums kann dann mit der Vergabe kleiner Preise für "besonders herausragende Beiträge", für "jeden zehnten eingebauten Beitrag" oder auch für jeden eingebauten Beitrag Ausdruck verliehen werden (vgl. den Link >Preise< in "23:40")

(7) Howard Rheingold spricht unter Bezug auf Benedict Andersons Buch "Imagined Communities. Reflections on the Origin and Spread of Nationalism", London und New York 1983 von imagined communities im Netz. (84f.)

(8) Die Homage an die Toten ist, für ihn das Schweigen eine Minute auf sich zu nehmen, als Gedenken nicht des Toten, sondern des Todes.

(9) "Das ist alles, was die Menschen haben erfinden können, um sich glücklich zu machen, und diejenigen, die sich angesichts dessen als Philosophen aufspielen und glauben, die Welt sei sehr wenig vernünftig, wenn man den ganzen Tag damit verbringt, einem Hasen nachzujagen, den man als gekauften nicht haben wollte, kennen unsere Natur nicht gut. Dieser Hase würde uns nicht vor dem Gedanken an den Tod" bewahren, "die Jagd jedoch bewahrt uns davor." (Pascal, 136/139)

(10) Was mitunter, wie durch jene aufgedrungene Gedenkminute in "23:40", auch wieder unterlaufen werden kann. 

(11) Stefan Porombka, Peter Schenk und Thomas Wegemann in ihrem Artikel über kollaboratives Schreiben im Hinblick auf die "Free For Alls"-Websites, in denen es gar nicht einmal um die gemeinsame Erstellung eines Texts oder Beschreibung eines Tages geht, sondern allein um das Hinterlassen einer Botschaft im Stile von "I was here" oder "My name is" oder "I am".

(12)Die offizielle Intention des “Assoziations-Blasters”, durch Verlinkung zu erkennen, was die Dinge im innersten zusammenhält, wird schnell durch die ironische Anlage des ganzen demontiert. Vgl. dazu meine Besprechung in dichtung-digital.de.

(13) Sabrina Ortmann in der Mailingliste Netzliteratur.de am 29. 11. 99: “das ‘Jetzt’ ist beim Internet glaube ich ganz wichig. Der ‘Tagebau’ hat ja ein ähnliches Prinzip. Es macht Spass, am aktuellen Tag dort rein zu lesen, die letzten drei Tage sind sichtbar, der Rest wandert ins Archiv. Aus unserer Statistik wissen wir, dass dieses Archiv nur wenige ansehen, obwohl der Tagebau ca. 200 Leser am Tag hat. Vielleicht haben solche Projekte denselben Effekt wie eine Tageszeitung: nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.”

(14) Vgl. das Projekt www.millennium-postbox.de, das seit dem 23. 9. 1999 wo Briefe und Emails sammelt, um sie Silvester 1999 in einem Edelstahlbehälter in der historischen Innenstadt von Rottweil für die Nachwelt in den Boden zu lassen. Eine Gedenkplatte wird an den Schatz erinnern, der nach hundertjährigem Schlaf geborgen werden soll.


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